Seiten

Samstag, 19. September 2026

Das Nonnenkloster Bodbe

Nur wenige Kilometer außerhalb Sighnaghis liegt das Kloster Bodbe, wunderschön an einem bewaldeten Hang über dem Alasani-Tal. Die gepflegten Gärten und der Blick hinüber zum Kaukasus machen Bodbe schon landschaftlich zu einem besonderen Ort. Vor allem aber ist Bodbe einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der georgisch-orthodoxen Kirche. Hier befindet sich das Grab der heiligen Nino, jener Frau, die im 4. Jahrhundert maßgeblich zur Christianisierung Georgiens beitrug. Nino stammte der Überlieferung nach aus Kappadokien und gelangte auf ihrer Reise schließlich nach Mzcheta. Dort bekehrte sie König Mirian III. und Königin Nana zum Christentum. Georgien nahm in der Folge im 4. Jahrhundert das Christentum an. 

Nino zog sich gegen Ende ihres Lebens nach Bodbe zurück und starb hier. König Mirian wollte ihren Leichnam eigentlich nach Mzcheta überführen lassen. Der Überlieferung zufolge ließ sich der Sarg jedoch von keinem Menschen mehr bewegen. Also wurde Nino an Ort und Stelle bestattet und über ihrem Grab eine Kirche errichtet. Die heutige St.-Georgs-Kathedrale enthält ihr Grab und ist das religiöse Zentrum des Klosters. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Bodbe mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Seit dem späten 19. Jahrhundert ist es ein Nonnenkloster und beherbergt auch heute wieder eine Gemeinschaft orthodoxer Nonnen.

Unterhalb des Klosters liegt mitten im Wald die Quelle der heiligen Nino. Der Überlieferung zufolge entstand sie durch ihre Gebete. Dem Wasser werden heilende Kräfte zugeschrieben, weshalb viele Pilger den ziemlich langen Weg vom Kloster hinunter zur Quelle auf sich nehmen. Dort befindet sich auch ein kleines Tauchbecken, in das Gläubige vollständig eintauchen. Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch würden nach einem Bad angeblich fruchtbar werden. Ich habe Steffi schnell weggezogen. Zwei Töchter genügen.





1 Kommentar:

  1. Da hast du aber grade nochmal Glück gehabt!
    LG die Limburger

    AntwortenLöschen