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Mittwoch, 16. September 2026

Georgien - Wiege des Weinbaus

Unsere nächste Reise führt uns nach Georgien. Es ist so ein Land, das sich nur schwer in eine Schublade stecken lässt. Irgendwo zwischen Europa und Asien, zwischen Schwarzem Meer und den schneebedeckten Gipfeln des Großen Kaukasus, liegt ein Land, das auf erstaunlich wenig Fläche ziemlich viel unterbringt: wilde Berge, grüne Täler, trockene Steppen, Weinberge, Höhlenstädte, uralte Klöster und eine Schwarzmeerküste mit beinahe subtropischem Klima. 

Und alt ist hier tatsächlich alt. Georgien blickt auf eine Geschichte von mehreren Jahrtausenden zurück und gehört zu den ältesten christlich geprägten Ländern der Welt. Überall begegnet man Kirchen und Klöstern, Festungen und alten Handelswegen. Perser, Römer, Araber, Mongolen, Osmanen und Russen haben ihre Spuren hinterlassen – und trotzdem haben sich die Georgier ihre eigene Sprache, ihre eigene Schrift und eine sehr ausgeprägte kulturelle Identität bewahrt.

Mindestens genauso wichtig wie Geschichte und Landschaft sind aber Essen, Wein und Gastfreundschaft. Georgien gilt als eines der Ursprungsländer des Weinbaus; Wein wird hier seit rund 8.000 Jahren hergestellt, traditionell in großen, in die Erde eingelassenen Tonamphoren, den Qvevri. Dazu werden wir im Laufe der Reise sicher mehr zu berichten haben. 

Genau auf diese Mischung freuen wir uns bei unserer Rundreise durchs Land. Wir starten im lebhaften Tbilissi, ziehen durch die Weinregion Kachetien, überqueren Berge und Pässe, besuchen Klöster, Kathedralen und Höhlenstädte, fahren weiter in den Kleinen Kaukasus und schließlich bis ans Schwarze Meer. Anbei unsere Reiseroute. Auf geht´s!



Samstag, 10. Januar 2026

Tschüss Marokko

Ein letzter Bummel durch die Gassen, ein letzter Drink auf einer Rooftopbar mit Blick auf den verschneiten Atlas. So verabschieden wir uns aus Marrakesch und Marokko. Wieder ein Ziel, für das eine Rückkehr lohnt. Hier gibt es noch viel zu entdecken.






Bekanntschaft

Im Flieger von Berlin nach Marrakesch haben wir die Bekanntschaft mit einem Berliner Architekten gemacht. Er lebt mit seiner ivorischen Frau in der Nähe von Essaouira und pendelt zwischen Deutschland und Marokko. Heute haben wir uns zum gemeinsamen Abendessen in der Stadt getroffen. Es war ein wunderbarer Abend. Überhaupt haben wir die letzten Tage einfach nur genossen: Das gute Essen, Spaziergänge am Strand, die Sonnenuntergänge, das Treiben in der Stadt.






Mittwoch, 7. Januar 2026

In den Gassen der Altstadt

In den 70ern und 80ern war Essaouila eine Hippi-Hochburg und das spürt man noch heute. Die kleinen Gassen sprühen vor Charme, die Farben leuchten. Es ist eine Augenweide und ein Genuss. Die allabendliche Portion Schnecken eingeschlossen. Und immer wieder diese Märkte! Die Hühner werden mit dem Karren angeliefert, vor den eigenen Augen geschlachtet und eingepackt. Nichts erscheint hier unhygienisch, eher besonders frisch.










Im Hafen

In Essaouira fahren die Fischer noch jede Nacht raus und bringen den frischen Fang am Hafen unter die Leute. Also sollte man hier Fisch essen. Direkt im Hafen, quasi vom Boot weg, wird der Fisch angeboten. Frischer geht es kaum. Neben den großen Fischen gibt es für einen Euro Austern, Muscheln, Seeigel-Rogen, Sardinen usw. direkt in die Hand. Haben wir alles probiert. Lecker 😋. Der Blick über die Kaimauern zum brausenden Atlantik ist ebenfalls großartig.







Zugfahren in Marokko

Die Metropolen sind gut ans Schienennetz angebunden. Zwischen Tanger, Rabat und Casablanca verkehrt alle zwei Stunden ein TGV, der hier Al Boraq heißt. Mit 285 km/h kommt man gut voran. Es gibt ein Café an Bord. In der ersten Klasse lässt es sich wie im ICE reisen. Nur das Internet im Zug fehlt. Dafür sind die Züge pünktlich und die Bahnhöfe sauber. Bereits am Zugang zum Bahnsteig werden die Tickets überprüft. Weniger wegen der Gefahr des Schwarzfahrens, sondern eher, um festzustellen, dass man den richtigen Bahnsteig genommen hat. Gebucht haben wir über die App der staatlichen Bahn ONCF und dort gleich für 5 Euro eine Rabattkarte erworben für 30% Nachlass auf alle Fahrten wegen des derzeit in Marokko stattfindenden Afrika Cups, dem Pendant zu unser Fußball-Europameisterschaft. Das lohnt sich, denn die Preise für eine Fahrt von Marrakesch nach Tanger liegen in der 2. Klasse zwischen 25 und 35 Euro und in der 1. Klasse zwischen 35 und 50 Euro.

Von Tanger sind wir gestern mit dem Zug gefahren und dann weiter mit einem Mietwagen zu unserem neuen Ziel: Essaouira am Atlantik. Beim Wagen haben wir mit 75 Euro für 4 Tage eine etwas teurere Option gewählt, trotzdem nur ein chinesisches Auto mittelalter Bauart einer mir bis dato unbekannten Marke statt des bestellten Toyota bekommen. Aber egal, Hauptsache es fährt. An nahezu jeder Ortschaft, die wir passierten, gab es Polizeikontrollen bei der Ein- und Ausfahrt. Das sei hier normal, sagte man uns. Wir wurden immer durchgewinkt. In Essaouira stellten wir den Wagen auf einem öffentlichen Parkplatz am Rande der Altstadt ab und bezogen unser neues Domizil in der Medina mit Blick über die Altstadt und das Meer von der hauseigenen Terrasse.





Montag, 5. Januar 2026

In Asilah

Wir waren heute in einer kleinen Hafenstadt am Atlantik namens Asilah. Sehr pittoresk. Schmale Gassen mit wunderschönen Graffitis an den Wänden, hübsche Souvenirläden, gute Restaurants, raue Küste. Im Sommer ist es voll hier, derzeit verirren sich nur ein paar spanische Touristen im Ort. Uns hat es sehr gut gefallen.








Der alte Mann und das Meer

Ich war heute zur Erfrischung im Meer am Stadtstrand von Tanger. Das ganze große Meer hatte ich für mich alleine. Dabei ist die Wassertemperatur mit 17°C gar nicht so kalt. Es hat Spaß gemacht.

Sonntag, 4. Januar 2026

Unterwegs in Tanger

Die Altstadtgassen von Tanger sind wirklich hübsch und laden zum Bummeln ein. Wenn es nicht diesen Dauerregen gäbe, wäre es wahrscheinlich noch viel schöner. Also haben wir uns in Cafés und auf den überdachten Markt zurückgezogen und lecker Austern direkt vom Stand weg verspeist 😋. Diese Obst-, Fleisch- und Fischmärkte im Ausland sind wirklich beneidenswert. Sowas müsste es auch bei uns geben.







Abendspaziergang

Nach dem gemeinsamen typisch marokkanischen Abendessen aus dem Tajine-Topf (Mama hat gekocht) sind wir nochmal auf ein Bier losgezogen. Tanger ist moderner als gedacht. Es gibt einen langen Badestrand mitten in der Stadt mit einer ebenso langen Promenade. Auf dem Rückweg gab es lecker Schnecken an der Straßenküche, ebenfalls eine marokkanische Spezialität. Köstlich! Sehr zu empfehlen.