Die Metropolen sind gut ans Schienennetz angebunden. Zwischen Tanger, Rabat und Casablanca verkehrt alle zwei Stunden ein TGV, der hier Al Boraq heißt. Mit 285 km/h kommt man gut voran. Es gibt ein Café an Bord. In der ersten Klasse lässt es sich wie im ICE reisen. Nur das Internet im Zug fehlt. Dafür sind die Züge pünktlich und die Bahnhöfe sauber. Bereits am Zugang zum Bahnsteig werden die Tickets überprüft. Weniger wegen der Gefahr des Schwarzfahrens, sondern eher, um festzustellen, dass man den richtigen Bahnsteig genommen hat. Gebucht haben wir über die App der staatlichen Bahn ONCF und dort gleich für 5 Euro eine Rabattkarte erworben für 30% Nachlass auf alle Fahrten wegen des derzeit in Marokko stattfindenden Afrika Cups, dem Pendant zu unser Fußball-Europameisterschaft. Das lohnt sich, denn die Preise für eine Fahrt von Marrakesch nach Tanger liegen in der 2. Klasse zwischen 25 und 35 Euro und in der 1. Klasse zwischen 35 und 50 Euro.
Von Tanger sind wir gestern mit dem Zug gefahren und dann weiter mit einem Mietwagen zu unserem neuen Ziel: Essaouira am Atlantik. Beim Wagen haben wir mit 75 Euro für 4 Tage eine etwas teurere Option gewählt, trotzdem nur ein chinesisches Auto mittelalter Bauart einer mir bis dato unbekannten Marke statt des bestellten Toyota bekommen. Aber egal, Hauptsache es fährt. An nahezu jeder Ortschaft, die wir passierten, gab es Polizeikontrollen bei der Ein- und Ausfahrt. Das sei hier normal, sagte man uns. Wir wurden immer durchgewinkt. In Essaouira stellten wir den Wagen auf einem öffentlichen Parkplatz am Rande der Altstadt ab und bezogen unser neues Domizil in der Medina mit Blick über die Altstadt und das Meer von der hauseigenen Terrasse.





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