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Mittwoch, 16. September 2026

Tbilissi

Zwei Tage haben wir uns für Georgiens Hauptstadt Zeit genommen und sind dabei ordentlich zu Fuß unterwegs gewesen. Tbilissi ist eine interessante Mischung aus restaurierter Altstadt, reichlich morbider Bausubstanz und moderner Architektur. Besonders gut lässt sich das rund um den Europaplatz beobachten. Auf der einen Seite stehen die alten Häuser mit ihren typischen hölzernen Balkonen, ein paar Schritte weiter überspannt die futuristische Friedensbrücke aus Glas und Stahl den Fluss Kura.

Über der Stadt wacht die 20 m hohe Statue Kartlis Deda, die Mutter Georgiens. In der einen Hand hält sie eine Schale Wein für die Freunde, in der anderen ein Schwert für die Feinde. Eine recht eindeutige Ansage. Hinauf kommt man bequem mit der Seilbahn. Überhaupt scheinen die Georgier eine gewisse Vorliebe für Seilbahnen zu haben. Gleich drei verschiedene spannen sich über die Stadt und ersparen den Menschen damit anstrengende Fußmärsche auf die umliegenden Hügel.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Altstadt gehört das Marionettentheater mit seinem reichlich schief geratenen Uhrenturm. Der sieht zwar einige hundert Jahre alt aus, wurde aber erst 2010 errichtet. Überhaupt kann man sich in den kleinen Gassen der Altstadt ziemlich lange herumtreiben. Es gibt Märkte, kleine Läden, Weinhändler, Restaurants und jede Menge Fotomotive.

Am Abend füllen sich die Restaurants und Bars, auf den Dachterrassen wird gegessen und getrunken und in den Straßen ist bis spät in die Nacht Betrieb. Wir haben uns natürlich bemüht, auch diesen Teil des georgischen Stadtlebens gründlich zu erkunden. Der georgische Wein muss schließlich eingehend getestet werden.

Tbilissi hat uns gefallen. Nicht unbedingt, weil alles schön und herausgeputzt ist. Im Gegenteil: Zwischen aufwendig restaurierten Häusern stehen Gebäude, bei denen man sich fragt, wie lange sie noch durchhalten. Gerade diese Mischung aus Alt und Neu, Orient und Europa, Verfall und moderner Architektur macht die Stadt interessant. Die Fotoauswahl ist mir entsprechend schwer gefallen.














1 Kommentar:

  1. Das verspricht eine interessante Reise zu werden! LG die Limburger

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