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Freitag, 5. Januar 2024

Prophylaxe

Auf dem Rückweg nach Arusha legten wir einen Stopp bei einem Medizinmann ein, um traditionelle Massai-Medizin zu kaufen. Leider durften wir mit ihm keine Fotos machen. Das Geheimgemisch aus Wurzelextrakt und Rinde (und weiteren unbekannten Zutaten) ist als Pulver erhältlich. Es soll gegen allerlei Zipperlein helfen, wie Gelenkschmerzen und Hautkrankheiten, kann auch vorbeugend gegen Unwohlsein und Grippe eingenommen werden. Wir ließen uns eine Portion in eine Wasserflasche füllen, eine halbe Stunde wirken und anschließend flößten wir uns den Trank ein. Schmeckt ein bisschen wie kalter Wermut-Tee. Ziemlich bitter. Hat zumindest einen flotten Stuhlgang bewirkt. Für zuhause haben wir einen Vorrat mitgenommen.


In diesem Dorf lebt der weise Mann

Mittwoch, 3. Januar 2024

Afrikas Fauna

An drei Tagen quer durchs Land haben wir so viele Tiere gesehen und Fotos geschossen, dass nur eine kleine Auswahl in diesen Blog passt. Meine Lieblinge sind ja die Giraffen und Warzenschweine, aber es gibt auch viele Vögel und kleinere Tiere, welche faszinieren. Zum Beispiel die putzigen Mangusten oder den Klippschiefer (einem Säugetier ohne Schwanz von Form und Größe einer Bisamratte). Auch Strauße und Marabus sind in freier Wildbahn ein Hingucker.








Auf Katzenpirsch

Heute waren wir gezielt auf Raubtierpirsch und hatten großen Erfolg. Löwen, Leoparden und Geparden konnten wir mehrfach erspähen. Während Löwen und Leoparden eher nachtaktiv sind, jagen Geparden am Tage. Dadurch sind Letztgenannte leichter zu erkennen. Löwen dagegen sind schwer auszumachen, wenn sie faul im hohen Gras liegen. Weil sie schon seit Jahrzehnten nicht mehr vom Menschen gejagt werden, kostet es sie maximal einen müden Blick, wenn wir uns bis auf wenige Meter nähern. Danach sinkt der Kopf wieder schläfrig ins Gras. Der Leopard verbringt seine Schlummerstündchen im Geäst der Bäume. Da heißt es: Blick nach oben.




Lunchtime

Cabriofeeling

Montag, 1. Januar 2024

Erholungstag

Unsere erste Safari fiel buchstäblich ins Wasser. Es schüttete fast den ganzen Tag. Die ohnehin ramponierten Straßen verwandelten sich in Flüsse. Es war am Ende eher eine Offroad-Adventure-Tour statt Tier-Safari. Ab und an hielt der Regen inne und gab den Blick auf die endlose Savanne frei.
Wir beschlossen aufgrund der Wetterlage und der anstehenden Silvesterparty, einen Erholungstag einzuschieben. Der Tag belohnte uns mit bestem Wetter. Die Lodges fügen sich wie Hobbithäuser in die Landschaft ein. Von den Terrassen der Zimmer blickt man in die weite Landschaft. Zwischen den Häusern laufen Dikdiks (auch Mausrehe oder Zwergantilopen genannt), Webervögel bauen ihre eindrucksvollen Nester auf dem Gelände. Einen Pool gibt es selbstverständlich auch. So lässt es sich aushalten. Nur im Dunkeln wird es gefährlich. Dann schleicht ein Leopard um die Häuser und gelegentlich liegt ein Kaffernbüffel auf dem Weg (sehr ungemütliche Tiere). Möchte man zur Bar, zum Restaurant oder wieder zurück ins Zimmer, geht das nur in Begleitung eines Rangers.







Die große Wanderung

Die Serengeti ist berühmt für die größten Tierwanderungen der Erde. Seit Ende der Eiszeit durchwandern etwa 2,5 Millionen Gnus, Zebras und Antilopen, flankiert von Löwen, Leoparden, Hyänen und Geiern, innerhalb eines Jahres die 30.000 km² große Hochebene von Norden nach Süden und wieder zurück. So dauerte es nicht lange nach Einfahrt in den Nationalpark, bis wir mit unserem Fahrzeug auf dem Weg zur Unterkunft die Herden kreuzten. Von Weitem sahen die Tiere wie Ameisen im Grasland aus. Umgeben von tausenden Tieren, Zebras vor uns hertreibend, genossen wir das eindrucksvolle Naturschauspiel. Als dann noch eine Tüpfelhyäne den Weg kreuzte und Elefanten auftauchten, war das Erlebnis Afrika perfekt. Dabei waren wir noch nicht mal angekommen.








Doppelter Grund zum Feiern

Wie Ihr schon auf den ersten Bildern sehen konntet, reisen wir diesmal zu viert. Und das hat einen besonderen Grund, denn mein Vater ist heute, am 1. Januar 2024, 80 Jahre alt geworden. So haben wir also nicht nur in das neue Jahr, sondern auch in den runden Geburtstag reingefeiert. Aber ordentlich!



Samstag, 30. Dezember 2023

Ein freudiges Wiedersehen

Als wir heute morgen vom Hotel abgeholt wurden, war die Freude groß. Unser Fahrer ist Francis und dieser Francis hat uns schon vor drei Jahren auf angenehme Art begleitet und uns sicher an alle Ziele gebracht. Entsprechend gut gelaunt sind wir unterwegs.




Ostafrikanischer Grabenbruch

Wir beginnen unsere Reise mit der Auffrischung unserer Geographiekenntnisse. Das Hochland Tansanias liegt mitten im Ostafrikanischen Grabenbruch, einer gewaltigen tektonischen Verwerfung. Hier driftet der östliche Teil Afrikas vom zentral- und westafrikanischen Teil ab. Ein tiefer Riss zieht sich durch den Kontinent und bildet, umrandet von Gebirgsmassiven und Vulkanen, einige der tiefsten Seen der Erde (z.B. Tanganjikasee, 1470 m tief). Es wird vermutet, dass in 10-20 Millionen Jahren die tektonischen Platten soweit auseinandergedriftet sind, dass der Graben mit Meerwasser geflutet und Ostafrika zu einer großen Insel wird. Auf unserem Weg in die Serengeti müssen wir durch den Graben hindurch und an erloschenen Vulkanen vorbei. Eindrucksvoll baut sich das Gebirgsmassiv hinter dem Graben auf und man sieht die Abbruchkante deutlich. Die meisten Vulkane sind erloschen. Sie haben jedoch in Ihrer aktiven Phase vor ein bis dreieinhalb Millionen Jahren eine besondere Landschaft geschaffen mit aufeinanderliegenden Sedimentschichten aus Basalt, Asche und Lavagestein. Durch die gewaltigen plötzlichen Ausbrüche wurden Tiere und Menschen unter der Asche begraben und so der Nachwelt erhalten. Verursacht durch ein Erdbeben, bildetet sich vor langer Zeit auf einer Länge von 45km ein Riss in der Sedimentkruste und legte die einzelnen Schichten frei. Dieser Riss wird die Olduvai-Schlucht genannte und dahin haben wir einen Abstecher unternommen. Zusammen mit Fundplätzen in Äthiopien und Südafrika gilt die Olduvai-Schlucht als Wiege der Menschheit. Während der jährlichen Regenzeit wird ein Teil der uralten Aschepartikel ausgewaschen. So kommen nach und nach Überreste von Mensch und Tier aus einer Zeitspanne von vor 600.000 bis 3,5 Millionen Jahren zum Vorschein. Je nach Tiefe finden sich neben Mammut- und Nashornskeletten Knochen unserer Vorfahren, angefangen vom Paranthropus boisei über Homo habilis und Homo erectus bis zum Homo sapiens. In einem Museum neben der Schlucht kann man einige der Fundstücke besichtigen, die jüngsten gerade vom Oktober 2023.

An der Abbruchkante des ostafrikanischen Grabens

Am Kraterrand des erloschenen Ngorongoro-Vulkans mit gewaltigen 20km-Kraterdurchmesser

Die Olduvai-Schlucht




Freitag, 29. Dezember 2023

Am Kilimandscharo

Hallo Leute,
unsere Reise hat begonnen, ohne die üblichen Probleme wie fehlender Dokumente, verlorengegangenem Gepäck etc. Nein, alles lief glatt bei unserer Reise über Doha nach Kilimanjaro International. Der Fahrer wartete mit einem Namenschild am Flughafen auf uns, wir fuhren los und kamen an. Nur leider am falschen Hotel 😱.Wir stellten fest, dass es zwei Hotels mit ähnlichem Namen gibt und ich den Transfer zum falschen Hotel gebucht hatte. Kein Problem, Hakuna matata, pole pole, und schon ging es auf zur richtigen Lokalität. Die Anfahrt war abenteuerlich, der Chinese scheint noch nicht überall gewesen zu sein, der aufstrebende Kontinent begrüßt auf seine Art: Staubige Pisten, geschäftiges Treiben, freundliche Menschen. Das Hotel ist eine grüne Oase mit vernünftigen Zimmern, gutem Essen und einer feinen Bar. Ab und an kreuzt eine Schildkröte den Weg. Pole pole, ja keine Hektik. Wir sind im Urlaub.






Dienstag, 26. Dezember 2023

Zurück nach Afrika

Nachdem Hendrik das Gefühl hatte, beim letzten Tansania-Besuch nicht alles gesehen zu haben, brechen wir erneut auf zum südlichen Kontinent (quasi entgegen des allgemeinen Menschenstroms ;-). Serengeti, Usambara-Berge und afrikanische Großstadt in Strandnähe stehen auf dem Programm. Na dann mal los!