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Dienstag, 30. Dezember 2025

Der Souk von Marrakesch

Im Grunde ist die gesamte Innenstadt ein einziges großes Warenhaus mit hunderten, wenn nicht tausenden kleinen Läden. Anders als auf Souks in Vorderasien wird man zurückhaltend und weniger penetrant angesprochen. Das macht den Bummel durch die Gassen entspannt. Dazwischen laden Restaurants mit Dachterrasse auf einen Gewürzkaffee und ein Tajine-Gericht (im Tontopf geschmort) ein. Wer ein Bier oder Glas Wein dazu möchte, muss allerdings etwas suchen. Das gibt es nicht überall. 

Wie so häufig, ist der Souk in Händlerbereiche unterteilt. Sattler und Schuster in der einen Gasse, Kunstschmiede und Metallwaren in der anderen, Holzschnitzer, Schneider usw. Manchmal geht es auch gemischt zu. Fleischer und Fischhändler bieten ihre Waren zwischen Haushaltswaren und Souvenierständen an. Ab und an taucht zwischen den Mopeds ein Eselgespann auf, aber nur in den Hauptgassen. Woanders ist es zu eng.

Berühmt ist Marrakesch für seinen großen zentralen Platz, den Jemaa el-Fna. Dort ist tagsüber und vor allem am Abend die Hölle los. Fahrende Händler bieten frisch gepresste Säfte, gedünstete Schnecken, gegrillte Fleisch- und Gemüsespieße und vieles mehr an. Dazwischen spielen Schlangenbeschwörer ihr Melodien vor den horchenden Kobras und Berber zelebrieren traditionellen Teeausschank. Umrahmt wird das Gewusel von zahlreichen Restaurants, von deren Terrassen sich das Treiben beobachten lässt. Wenn Ihr den Orient sehen, fühlen, riechen und schmecken wollt, ist dies hier der richtige Ort. Bunt. Laut. Wuselig. 









2 Kommentare:

  1. Schade, dass hier keine Gerüche übertragen werden. Sieht bunt aus!
    LG die Limburger

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  2. Die Vasen... Da würde ich gleich am liebsten alle mitnehmen bei so bunten schönen Farben und Mustern 😍🙏. Das klingt auf alle Fälle lebendig. Super.

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